Effiziente und sichere

Trinkwasserlieferung.

Der bestehende, außer Betrieb befindliche Hochbehälter mit einem Nutzinhalt von 2x 75m³ stammt aus den 50er Jahren. Zwischenzeitlich konnte nur noch ein Teilvolumen als Schöpfbehälter für die Förderung von Quellwasser genutzt werden. Undichtigkeiten, Feuchtigkeit und Frost haben am Betriebsgebäude erhebliche Schäden verursacht.

 

Zugänge und Absperrungen entsprachen nicht mehr dem heutigen Stand der Technik. Der Behälter hat keine Zufahrt zur Durchführung von Unterhaltungs- bzw. Wartungsarbeiten.

Wirtschaftlichkeit

Im Rahmen der Vorplanung wurden zwei Varianten überprüft: Gesamtsanierung des früheren Hochbehälters bzw. Neubau eines neuen Pumpwerks mit Schöpfbehälter an einem alternativen Standort.

 

Die südlich der Fuhrerquelle gelegene Winkelquelle musste aufgrund der Wasserbefunde bereits vor einigen Jahren vom Netz genommen werden. Durch den Wegfall der oberflächig gefassten und daher problematischen, tiefer gelegenen Quellen  bestand nun die Möglichkeit, die Höhenlage des neuen Pumpwerkes mit Schöpfbehälter zu optimieren.

Neuer Standort

Die Quellzuleitung der Fuhrerquelle befindet sich auf einer Höhenlage von ca. 970m ü.NN. Der Hochbehälter Großherrischwand befindet sich auf einer Höhenlage von 918m ü.NN. Der alternative Standort für das Pumpwerk mit Schöpfbehälter wurde auf einer Höhenlage von 960m ü.NN festgelegt. Der Inhalt des Schöpfbehälters wurde mit 30m³ gewählt.

 

Durch die reduzierte Förderhöhe, verbunden mit der geringeren Druckleitungslänge, konnte der Energieverbrauch um ca. 60% reduziert werden.

 

Die bestehenden Zu- und Ableitungen können bei dieser Variante weiter genutzt werden.

 

Der neue Standort östlich der Schellenbergstraße liegt außerhalb des Wasserschutzgebietes. Das Bauwerk konnte durch die gewählte Bauart optimal in das bestehende Gelände integriert werden.

 Die kompakte Bauweise und die Zufahrt bieten insbesondere im Winter erhebliche Vorteile.

Genehmigung / Förderung

Im September 2010 hat die Gemeinde Herrischried einen Fördermittelantrag gestellt. Mit Bescheid vom 16.04.2012 hat das Regierungspräsidium Freiburg mitgeteilt, dass die Neubaumaßnahme gemäß den Zuwendungsrichtlinien für wasserwirtschaftliche Vorhaben gefördert wird.

Ausführung

Der Schöpfbehälter wurde in Fertigteilbauweise ausgeführt.

 

Der Inhalt ermöglicht eine Zwischenspeicherung von Quellwasser, sofern der Hochbehälter in Wehrhalden keine Aufnahmekapazität hat. Bei  einer Minimalschüttung von ca. 1,18 l/s können die Quellwassermengen über einen Zeitraum von ca. 7 Stunden gespeichert werden.

 

Da das Quellwasser in dem Hochbehälter Wehrhalden entsäuert wird, wurde der Schöpfbehälter einschließlich Vorschacht aus PE-HD-Material ausgeführt. Dadurch konnte auf zusätzliche und aufwendige Schutzmaßnahmen an Böden und Wänden verzichtet werden.

 

Im Vorraum wurden 2 Pumpen mit jeweils 100% Leistung sowie die gesamte EMSR-Technik einschließlich Be- und Entlüftung über einen Pollenfilter installiert.

 

Die Zugangstür mit Einbruchschutz wurde in Edelstahl ausgeführt. Die Anlage wurde auf die zentrale Einbruchüberwachung aufgeschaltet.

 

Das überschüssige Quellwasser wird über die vorhandene Abteilung weiter dem bestehenden Hochbehälter Großherrischwand zugeleitet. Dieser kann nur zur Bereitstellung von Löschwasser herangezogen werden.

 

Die gesamte Anlage ist über GPRS an das zentrale Leitsystem der Wasserversorgung angebunden.

Zeitlicher Ablauf

Bereits im November 2012 konnten die Bauarbeiten zur Realisierung der Maßnahme im Gemeinderat vergeben werden. Die Realisierung erfolgte weitestgehend im Jahr 2013. Der Stromanschluss sowie die Außenanlage wurden im Frühjahr 2014 fertiggestellt.

 

Die Gesamtbaumaßnahme wurde innerhalb der veranschlagten Gesamtbaukosten abgerechnet.

Ihr Ansprechpartner

Sie haben Fragen zu diesem Projekt oder ein ähnliches Vorhaben? Kontaktieren Sie gerne unseren Ansprechpartner für diese Referenz.

 

Ralf Mülhaupt
Geschäftsführer / Inhaber

Telefon +49 7751 8307-0
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